Einreise für den Urlaub in Frankreich mit Hund

Frankreichs Hundegesetze

Bild: Dokumente zur Einreise mit Hund nach Frankreich

Hundegesetze, Heimtierausweis, Impfungen, Hunde-Chip für den Urlaub in Frankreich , Einschränkungen Leine / Maulkorb für Listenhunde

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Sie benötigen für den Urlaub in Frankreich mit Hund einen gültigen Europäischen Heimtierausweis mit Beschreibung des Hundes, Namen / Adresse des Hundehalters, Tierarzt-Vermerk über eine gültige Tollwutimpfung und ggf. weitere Impfungen. Ihr Tierarzt kann Sie beraten, ob der aktuelle Stand der Impfungen zeitlich noch ausreicht.

Die Impfungen dürfen nicht mehr als ein Jahr und weniger als ein Monat zurückliegen. Ausnahme: Die neuen, drei Jahre gültigen Impfungen gegen Tollwut. Sie sind auch in Frankreich gültig, allerdings muss der Impfstoff ausdrücklich im Impfpass angegeben sein. Welpen, die jünger sind als 3 Monate, dürfen offiziell nicht nach Frankreich eingeführt werden (vor allem wg. ihres Impfstatus). Hunde, die mehr als 3 Monate in Frankreich verbleiben, müssen in ein innerstaatliches Register eingetragen werden.

Ansonsten gelten die veröffentlichten EU-Informationen zum Transport von Heimtieren. Dazu gehört auch die eindeutige Identifizierbarkeit des Hundes über den inzwischen üblichen Mikrochip, der vom Tierarzt unter dem Nackenfell des Hundes platziert wird.

Entlaufene Hunde ohne eindeutige Kennzeichnung werden in Frankreich von den Behörden in der Regel in der örtlichen Presse bekanntgegeben und nach wenigen Tagen an ein Tierheim übergeben. 

 

Einschränkungen für den Urlaub mit Listenhunden (ugs. Kampfhunde) in Frankreich 

In Frankreich gibt es eine Einteilung in Kampfhunde der Kategorie 1, deren Einreise verboten ist und Kategorie 2, mit Hunden von Rassen, deren Aufenthalt mit Auflagen versehen ist.

Hunderassen der Listenhund-Kategorie 2:

Vorausgesetzt, dass der Hund in einem vom Internationalen Hundeverband (www.fci.be) zugelassenen Stammbuch eingetragen ist (es gibt Ausnahmen, siehe unten) und die entsprechenden Dokumente zum Abstammungsnachweis sind vorweisbar, können Sie auch mit einem Hund der folgenden Hunderassen nach Frankreich einreisen:

  • American Staffordshire, Tosa, Staffordshire Terrier mit Stammbaum
  • Rottweiler (mit und ohne Stammbaum)
  • Hunde, die der Rasse der Rottweiler ähnlich sind, ohne Stammbaum

Für Hunde dieser Kategorie besteht in Frankreich im öffentlichen Raum die Anleinpflicht und die Pflicht zum Tragen eines Maulkorbs. Die Hunde dürfen nur von volljährigen Personen geführt werden. Hunde der genannten Kategorien dürfen nicht in öffentliche Verkehrsmittel und öffentliche Einrichtungen mitgenommen werden.

Die Hunderassen Dobermann und deutsche Dogge sind nach unseren Informationen nicht 1. oder 2. Kategorie zugeordnet und können ohne Auflagen einreisen. Allerdings empfehlen die Behörden das Anlegen eines Maulkorbes in der Öffentlichkeit.

 

Hunderassen der Listenhund-Kategorie 1:

Für Hunde der folgenden Rassen ist die Einreise nach Frankreich verboten. Das Mitnehmen solcher Hunde wird als Straftat bewertet. Zu dieser Kategorie gehören Hunde folgender Rassen (und Ähnliche), die in keinem zugelassenen Stammbuch eingetragen sind:

  • American Staffordshire ohne Stammbaum (Am. Staffordshire Terrier, Pit-Bulls)
  • Mastiff (Boer-Bulls), Tosa oder Staffordshire Terrier (alle ohne Stammbaum)
  • Kampfhundmischlinge

Die oben genannten Regelungen gelten nicht nur für den Urlaub in Frankreich mit Hunden, sondern auch für den Transit in andere europäische Länder. Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Hund eventuell zu einer verbotenen der oben genannten Hunderassen oder eine Kreuzung gehört, raten die französischen Behörden von einer Einreise mit diesem Hund ab.

Siehe auch: Website der französischen Botschaft. Weitere Informationen erteilt die Landwirtschaftsabteilung der Französischen Botschaft.

(Alle Angaben ohne Gewähr)